Nach den volatilen Jahren 2022–2024 stabilisiert sich der deutsche Strommarkt 2026 sichtbar — doch regionale Unterschiede und Netzentgelte sorgen weiterhin für deutliche Preisspreizungen.
Großhandelspreise: Tendenz fallend
Der EPEX-Spotpreis liegt im ersten Halbjahr 2026 im Schnitt bei 7,8 ct/kWh — rund 18 % unter Vorjahr. Grund: starker Zubau an Wind- und Solarkapazität.
Netzentgelte: Regional stark gestiegen
Insbesondere in Norddeutschland steigen Netzentgelte 2026 um durchschnittlich 14 %. Eine bundesweite Vereinheitlichung ist politisch in Diskussion.
Steuern und Abgaben
Die EEG-Umlage bleibt abgeschafft. Stromsteuer und Konzessionsabgabe machen weiterhin rund 25 % des Endpreises aus.
Der beste Wechselzeitpunkt
Unsere Analyse zeigt: Wer im 2. Quartal 2026 wechselt, sichert sich die günstigsten 12-Monats-Festpreise. Anbieter geben gefallene Großhandelspreise jetzt zeitversetzt weiter.
Ausblick auf 2027
Mit weiterem Ausbau der Erneuerbaren erwarten wir 2027 Strompreise um 28–32 ct/kWh für Neukunden — ein historisch niedriges Niveau seit 2021.
